Misophonie in den Medien

Filme

Criminal Minds, Season 13 / Folge 21 “Das Brummen von Taos”

Ausschnitt, in dem kurz Misophonie als mögliche Ursache für ein Verbrechen erwähnt wird. Später stellt sich dann heraus, dass es doch etwas anderes war.

Quiet Please – Englische Dokumentation zum Thema Misophonie

Das Projekt von Jeffrey S. Gould wurde durch Fundraising finanziert. Hier die offizielle Website: www.quietpleasefilm.com. Den Film kann man z.B. bei Vimeo leihen (€ 4,09) oder kaufen (€ 8,20): https://vimeo.com/ondemand/quietplease. Deutsche Untertitel gibt es seit Mitte April auch, vielen Dank dafür an Angelica Gladsone!

Quiet Please…. Official Misophonia Documentary Trailer from Action Media Productions on Vimeo.

Radio

Andreas Seebeck beim SWR2

Der Beitrag wurde auf der Seite des Senders bereits gelöscht, deshalb hier direkt zum Anhören.

Journalistin Karen Schuller hat mich für einen Beitrag im Südwestrundfunk interviewt. Auch zu Wort kommen andere Betroffene sowie Heilpraktiker Detlef Pleiß aus Stuttgart.

Deutschlandfunk Kultur: Klick, klick, klick

Misophonie – nervende Geräusche (Der übliche Artikel, hier auch als Poscast)

Beitrag zum Thema Misophonie auf Radio Eins RBB

Der Beitrag wurde auf der Seite des Senders bereits gelöscht, deshalb hier direkt zum Anhören.

Mal ein vorbildlicher 4-minütiger Beitrag ohne Triggergeräusche mit einigen Lösungsstrategien inkl. Informationen über eine effektive verhaltenstherapeutische Maßnahme. Die im Beitrag angesprochenen Tests habe ich bereits hier: Der Misophonie-Selbstbewertungsfragebogen, Die Amsterdam Misophonieskala (A-MISO-S), Die Misophonie Aktivierungsskala, Schnelltest. Mehr zur “Konfrontation unter Entspannung”: Die Neural-Repatterning-Technique (NRT).
Einziger Kritikpunkt meinerseits: Die erwähnte Ausuferung in Gewalttaten kommt zwar vor, ist aber extrem selten und für Misophonie absolut untypisch.

Interview mit Thomas Dozier im österreichischen Rundfunk

Der Originalbeitrag war mit Triggergeräuschen versehen. Hier der editierte Beitrag ohne Trigger.
Portraitbild Tom Dozier

Ein sehr schöner Beitrag mit einem Interview mit Thomas Dozier:Unerträgliche Klänge. Wenn Geräusche zur Belastung werden.

Über Studien

Sukhbinder Kumars Gehirnscans

Ein Team um den Neurologen Sukhbinder Kumar von der Newcastle University hat eine Studie zum Thema Misophonie veröffentlicht, in der Gehirnscans von Misophonikern und Nicht-Misophonikern verglichen wurden, die während des Abspielens von Triggergeräuschen entstanden.
Des Ergebnis der Studie ist, dass Misophoniker durch das Triggern Stress empfinden. Na ja, das haben wir schon vorher gewusst, oder? Immerhin, viele Portale berichten über das Phänomen Misophonie, und jede Öffentlichkeitsarbeit macht die Sache bekannter.
Hier einige der Berichte, die wegen der triggernden Bilder allerdings mit Vorsicht zu genießen sind. Empfehlenswert ist m. M. nur der Artikel des Ärzteblattes, der auch die Links zur Originalveröffentlichung enthält (letzter Link):

Romane

“Du bist so eine schöne Frau – würdest du bitte keine unschönen Geräusche machen”

Cover des Romans Lyssa von Markus Heitz

In dem Roman “Lyssa: Ein Geheimnis-Krämer Fall” leidet Protagonist Tycho unter Misophonie (“Es hatte Jahre gedauert, bis er herausfand, dass er selbst an Misophonie litt: Er hasste Kau- und Essgeräusch, Niesen und Schniefen, manchmal sogar das Atmen, ganz gleich, wer es fabrizierte.”).
Damit wird Heitz so einigen seiner Leser die Augen öffnen, denn noch immer wissen die meisten Misophoniker nicht, woran sie leiden. Auch denken die meisten, mit ihrem Problem völlig alleine dazustehen. Nichts könnte falscher sein, denn allen Studien zufolge leidet mindestens jeder 10te unter Misophonie.
Zitate aus Markus Heitz: Lyssa: Ein Geheimnis-Krämer Fall. Knaur eBook, 2016, ISBN 9783426440636 (zitiert nach Google Books). Das Hörbuch ist exklusiv bei Amazon erhältlich.

Presseartikel

Wut in den Ohren

Die Tiroler Tageszeitung berichtet über Rico Hofmann, der an Misophonie leidet und sich mit Ohrstöpseln und Psychopharmaka ein halbwegs normales Leben ermöglicht: Link

Das Kauen anderer stört dich? Dann bist du kreativ!

Welt berichtet von eine Studie, die Kreativität mit einer verminderten Fähigkeit, störende Geräusche ausblenden zu können, in Beziehung setzt: Link

“…doch die Ärzte, die sie konsultierte, lachten das Kind damals nur aus.”

Logo der Zeitschrift GEO

Noch ein kurzer GEO-Beitrag zur Studie von Neurowissenschaftlerin Olana Tansley-Hancock, die selbst unter Misophonie leidet: http://www.geo.de/wissen/gesundheit/16355-rtkl-misophonie-wenn-uns-bestimmte-geraeusche-aus-der-haut-fahren-lassen

“Kann man gegen bestimmte Geräusche allergisch sein?”

Gemälde des Kopfes einer Frau, Seitenansicht, ihr Ohr ist rot eingefärbt

Nichts Neues drin, aber immerhin macht es die Sache bekannter. Hier der Link. Triggerwarnung: Auf der Zielseite lässt sich ein Video starten, dass explizit Trigger enthält!

Social Media

Misophonie bei Pinterest

Pinterest-Logo

Schon mal bei Pinterest nach Misophonie geschaut? Ein Blick ist es allemal wert!

Celebrities

Multitalent Ankathie Koi und Misophonie

CD-Cover von Ankathie Koi

Am 21. April 2017 erschien das erste Soloalbum von Ankathie Koi mit dem Titel „I Hate The Way You Chew“. Koi: „Ich leide tatsächlich unter einer Art selektiver Geräuscheintoleranz. Wenn jemand laut isst, dann bekomme ich eine Gänsehaut. Meine Schwester hat sehr geräuschvoll gekaut. Wegen ihr bin ich immer zu spät zur Schule gekommen, weil ich in ihrer Gegenwart nicht essen wollte. Meine Mama hat deshalb oft durchgedreht.“

Blogs Betroffener

Uwe P. Werner: Misophonie – wenn man Geräusche hasst

Werner informiert und erzählt auch als Betroffener: Misophonie – wenn man Geräusche hasst

Bilder: Thomas Dozier, Andreas Seebeck, Amazon